„Das Glück kam immer zu mir“
Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich
Seit 11. April 2011 ist die Biographie des letzten bekannten Zeitzeugen, der wegen Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert war, im Buchhandel erhältlich. Sie ist unter dem Titel „Das Glück kam immer zu mir. Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich“ im Campus-Verlag erschienen.
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Rudolf Brazdas Lebensgeschichte ist ebenso erschütternd wie erstaunlich. Kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung lernt er seine erste große Liebe kennen und lebt mit seinem Freund offen zusammen – sogar eine Hochzeit feiern sie. Bald jedoch werden sie verhaftet, Brazda wird schließlich nach Buchenwald verschleppt.
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Lebenswege Homosexueller im „Dritten Reich“
66. Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen am 17. April 2011
Am Sonntag, dem 17. April 2011, veranstaltete die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 66. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Im Rahmen der Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. eine Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen statt.
Die Gedenkfeier war dem Musiker Fritz Oswin Dieg und dem Dachdecker Rudolf Brazda gewidmet. Dieg und Brazda stammen aus der thüringischen Kleinstadt Meuselwitz, wo beide Anfang der dreißiger Jahre ihr homosexuelles Coming-Out erlebten. Als die nationalsozialistische Homosexuellenverfolgung 1937 auch Meuselwitz erreichte, gerieten beide ins Visier der Verfolgungsbehörden. Nach einer dreijährigen Zuchthausstrafe wurde Dieg 1941 ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Brazda kam nach zwei Gefängnisstrafen 1942 ins KZ Buchenwald. Während Dieg das Konzentrationslager nur wenige Monate überlebte, erlebte Brazda 1945 die Befreiung von Buchenwald.
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Die Männer mit dem Rosa Winkel
Homosexuelle in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern
Über die Website www.rosa-winkel.de
Auf der Website www.rosa-winkel.de wird über das Schicksal der homosexuellen Häftlinge in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern informiert. Damit sollen die Opfer geehrt und die Erinnerung an diese Schreckensperiode der schwulen Geschichte wach gehalten werden. Mit der Website www.rosa-winkel.de soll ein Zeichen gegen die Diskriminierung und die Verfolgung Homosexueller gesetzt werden.
Die Inhalte der Website www.rosa-winkel.de konzentrieren sich bislang auf die Geschichte der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück (Männerlager), denn die Situation der homosexuellen Häftlinge in diesen Konzentrationslagern ist vergleichsweise gut aufgearbeitet. Informationen zur Geschichte anderer Konzentrationslager sollen folgen. Nach und nach sollen auch einzelne Schicksale schwuler NS-Opfer dokumentiert werden. Darüber hinaus wird über das Berliner Homosexuellen-Denkmal und über Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen in den verschiedenen Gedenkstätten informiert.
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